Tripolis - An der libyschen Küste sind die Leichen von 17 Migranten angespült worden, die es über das Mittelmeer nach Europa schaffen wollten. Wie die Küstenwache des nordafrikanischen Landes am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte, war das Boot der Flüchtlinge gekentert. Die Leichen seien an der Küste zwischen den libyschen Städten Sawija und Sorman gefunden worden.

Von Libyen aus starten jährlich zehntausende Flüchtlinge in seeuntauglichen Booten die lebensgefährliche Überfahrt nach Europa. Die italienische Küste ist von Libyen 300 Kilometer entfernt. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vom September starben seit Beginn dieses Jahres 1369 Migranten beim Versuch, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren.