BerlinDie Betreiber von 50 Bordellen haben einem Medienbericht zufolge die SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier angezeigt. Wie die taz meldete, hatte sich die Politikerin in verschiedenen Medien negativ über die Branche geäußert. Demnach sagte Breymaier beispielsweise, dass Frauen „windelweich“ geprügelt würden, wenn sie nicht mehr als 30 Kunden pro Tag hätten.  Zudem hatte die Politikerin die „kriminelle Wirklichkeit einer Branche“ kritisiert. Darüber hinaus hatte sprach sie sich in der Vergangenheit gegen Corona-Hilfen für Bordellbetreiber und für ein generelles Sexkaufverbot aus.

Mehrere Vertreter der Sexkauf-Branche wehrten sich im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich gegen die Kritik, so der Bericht. Demzufolge sagte beispielsweise die Betreiberin einer Einrichtung in Frankfurt, dass ihr Haus den Frauen Sicherheit und Infrastruktur gebe. Breymaiers Aussagen würden sie ärgern, verletzen und erschüttern. Es handele sich darüber hinaus um pauschale Verteufelungen und Unwahrheiten. Ein Sprecher der Aktionsgemeinschaft Zukunft Rotlicht sagte der taz: „Die ständige Verbreitung von Lügen bewegt sich nicht im Bereich der Meinungsfreiheit, sondern muss strafrechtlich unterbunden werden“.