Boris Becker kommt wohl zur Berlinale nach Berlin 

Eine Dokumentation über Boris Becker feiert auf der kommenden Berlinale Premiere. Der jüngst aus der Haft entlassene Becker wird dafür wohl in die Hauptstadt reisen.

Boris Becker im März 2022.
Boris Becker im März 2022.dpa/Tayfun Salci/

Nach derzeitigem Stand wird der frühere Tennis-Star Boris Becker (55) auf der Berlinale erwartet. Eine Dokumentation über Becker feiert auf der kommenden Berlinale seine Welt-Premiere. Das teilte die Pressestelle des Filmfestivals am Dienstag mit. In dem Dokumentarfilm beweise der oscarprämierte Filmemacher Alex Gibney wieder einmal, wie gut er die Kunst des Storytellings beherrsche, hieß es von der Berlinale über die „Untitled Boris Becker Documentary“.

Gibney hat Becker, der vergangene Woche nach Deutschland zurückgekehrt ist, für die Doku längere Zeit begleitet – bis zu dessen Verurteilung. Becker saß monatelang in Großbritannien im Gefängnis, weil er seinen Insolvenzverwaltern Vermögenswerte in Millionenhöhe verschwiegen hatte.

Boris Becker zeigt sich nach Haft verändert

In einem Interview mit dem Fernsehsender Sat.1 berichtet die ehemalige Tennis-Ikone von seiner Zeit hinter Gittern. „Im Gefängnis bist du niemand. Du bist nur eine Nummer. Meine war A2923EV“, sagte der Sportler. „Ich wurde nicht Boris genannt. Ich war eine Nummer. Und es interessiert sie einen Scheißdreck, wer du bist.“

Seine Erfahrungen im britischen Gefängnis haben ihn verändert, so der deutsche Tennis-Superstar im Interview. „Ich habe eine harte Lektion gelernt. Eine sehr teure. Eine sehr schmerzhafte. Aber das Ganze hat mich etwas Wichtiges und Gutes gelehrt. Und manche Dinge passieren aus gutem Grund.“ Erste Fotos zeigen Becker deutlich schlanker. Er hat etwas dunklere, hoch geföhnte Haare.

Diese Stars werden noch zur Berlinale erwartet

Mit ihrem bereits vielgelobten Film „Tár“ kommt außerdem die Schauspielerin Cate Blanchett zur Berlinale nach Berlin. Das Drama von Todd Field, dem Oscarchancen ausgerechnet werden, feiert auf dem Festival seine Deutschlandpremiere. Der deutsche Regisseur Robert Schwentke zeigt auf dem Filmfestival seinen neuen Film „Seneca“ mit John Malkovich.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den großen Filmfestivals. Die nächste Ausgabe ist vom 16. bis 26. Februar geplant. Welche Filme dann im Wettbewerb laufen und um den Goldenen Bären konkurrieren, soll am 23. Januar verkündet werden. Einige Filme sind bereits bekannt.