Nach der Attacke auf den Comedian Oliver Pocher am Rande eines Boxkampfes in Dortmund hat der Boxpromoter den Betreibern der Halle die Hauptverantwortung für den Vorfall zugeschrieben. „Das war ein Totalversagen des Sicherheitsdienstes. Ich kann Ihnen versichern, dass ich nie wieder in der Dortmunder Westfalenhalle veranstalten werde“, sagte Ludger Inholte in einem Spiegel-Interview.

„Ich durfte nicht meinen eigenen Catering-Partner mitbringen, ich durfte die Programmhefte nicht eigenständig verkaufen, und schließlich – und das ist der Grund für diese Eskalation – durfte ich nicht mit der Security-Firma meiner Wahl zusammenarbeiten“, so der Box-Veranstalter. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an die Westfalenhallen Unternehmensgruppe blieb am Montag zunächst unbeantwortet.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Nach dem Angriff auf Pocher wird gegen einen Mann wegen Körperverletzung ermittelt. Er soll den 44-jährigen Entertainer ohne Warnung ins Gesicht geschlagen haben. Am Samstagabend um 23.48 Uhr sei die Polizei von dem Vorfall verständigt worden. „Wir haben noch in der Nacht ein Ermittlungsverfahren eingeleitet“, hatte der Dortmunder Polizeisprecher Peter Bandermann am Sonntag gesagt. Die verschiedenen Videos zu dem Vorfall würden als Beweis gesichert.

Der Angreifer war laut Medienberichten ein Rapper. Dieser habe den Angriff später über Instagram mit seiner Abneigung gegen Pocher begründet, berichten Zeitungen. Am Sonntagmittag war das Instagram-Profil des Rappers nicht mehr abrufbar.