Berlin - Den Berlin Volleys droht im Viertelfinale der Volleyball-Champions-League das Aus. Das Hinspiel in der Runde der letzten acht Mannschaften verlor der zehnmalige deutsche Meister gegen Italiens Vertreter Trentino Volley am Donnerstag in der Max-Schmeling-Halle verdient mit 1:3 (19:25, 23:25, 28:26, 17:25).

Im Rückspiel in einer Woche in Trient brauchen die Berliner nun einen 3:0- oder 3:1-Sieg, um sich noch über einen anschließenden Golden Set bis 15 Punkte für das Halbfinale zu qualifizieren.

Der erste Satz war früh entschieden. 6:4 führten die Berliner, als bei den Gästen der Niederländer Nimir Abdel-Aziz an die Aufschlaglinie trat. Es folgte eine für die BR Volleys deprimierende Serie von 0:9 Punkten.

Benjamin Patch im entscheidenden Moment geblockt

Im zweiten Durchgang lagen die Berliner nach einem Ass von Sergej Grankin zwischenzeitlich mal mit vier Punkten vorne (10:6), doch Abdel-Aziz konnte bereits beim 11:11 den Ausgleich herstellen. Die BR Volleys hielten das Geschehen danach offen. Ein Ass von Benjamin Patch zum 22:22 weckte erstmals ernsthaft Hoffnungen auf einen Satzgewinn, doch im entscheidenden Moment wurde der Amerikaner bei einem Angriff geblockt zum 23:25.

Die BR Volleys bewiesen Moral. Ihnen kam zugute, dass der Gegner sein hohes Anfangsniveau im Aufschlag nicht mehr halten konnte. Einen 22:23-Rückstand im dritten Abschnitt glich Anton Brehme zum 23:23 aus. Danach erarbeiteten sich die Berliner vier Satzbälle, den letzten verwertete Timothee Carle.

Trentino sammelte sich jedoch wieder und verschaffte sich im Schlussabschnitt nach einem 10:10-Zwischenstand schnell einen komfortablen Sieben-Punkte-Vorsprung (20:13). Der Kontrahent hatte in dieser Phase nur noch wenig entgegenzusetzen, zumal Patchs Angriffsversuche meist am Block der Italiener abprallten.