Nach Feuer in Friedrichsfelde: Ein Toter und 13 Verletzte – darunter ein Baby

Alle Bewohner des Hauses mussten in der Nacht evakuiert werden. Ein 48-Jähriger kam in den Flammen ums Leben. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Die Berliner Feuerwehr am Einsatzort.
Die Berliner Feuerwehr am Einsatzort.Morris Pudwell

Bei dem Brand in einem Hochhaus in Berlin-Friedrichsfelde in der Löwenberger Straße ist am Donnerstagabend ein 40-Jähriger ums Leben gekommen. 13 weitere Personen wurden laut Polizeiangaben verletzt. Acht von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht, darunter auch ein Baby. Das teilte die Berliner Polizei am Freitagvormittag mit.

Nach dem Brand mussten demnach alle Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses ihre Wohnungen verlassen. Insgesamt 200 Wohneinheiten waren in der Nacht zum Freitag von der Evakuierung betroffen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Menschen seien in ein Hotel gebracht worden. Nachdem der Brand am Donnerstagabend erfolgreich gelöscht wurde, seien Strom und Gas in dem Gebäude abgeschaltet worden.

Der Brand in Friedrichsfelde.
Der Brand in Friedrichsfelde.Morris Pudwell

Feuer brach im dritten Stock aus: Feuerwehr vermutet Brandstiftung

Die Besatzung eines Rettungswagens der Berliner Feuerwehr hatte den Brand in dem Haus in der Löwenberger Straße kurz vor 19 Uhr bemerkt und weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei hinzualarmiert.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei brach das Feuer in einer Wohnung im 3. Obergeschoss aus, in der sich zu dieser Zeit der 40-jährige Mieter der Wohnung und eine 32 Jahre alte Frau befanden. Der Mann starb, die Frau konnte sich retten und kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Von der nahezu vollständig ausgebrannten Wohnung breitete sich das Feuer über den Balkon in die darüber liegende Wohnung aus, die dadurch stark beschädigt wurde.

91 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr seien am Brandort gewesen. Wieso das Feuer ausgebrochen war, war zunächst nicht bekannt. Die andauernden Ermittlungen wegen des Verdachts einer fahrlässigen Brandstiftung hat ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.