Wiesbaden - Brandenburg ist im vergangenen Jahr erneut das beliebteste Zielbundesland bei Umzügen innerhalb Deutschlands gewesen. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) am Freitag in Wiesbaden mitteilte, geht das aus der Binnenwanderungsstatistik hervor, die es jährlich erstellt. Brandenburg verzeichnete demnach 2020 ein Wanderungsplus von 19.400. Den stärksten Wanderungsverlust ermittelte das Bundesinstitut für Berlin mit einem Minus von 19.200.

Brandenburg ist bereits seit 2014 durchgängig das beliebteste Bundesland für Zuzüge. Den Experten zufolge hängt das maßgeblich mit seiner Nachbarschaft zur Hauptstadt Berlin zusammen. „Die Wohnungsknappheit in Berlin, eine gute Verkehrsanbindung sowie günstigere Preise für Mieten und Wohneigentum sind wesentliche Ursachen für Umzüge nach Brandenburg“, erklärte Nico Stawarz vom BIB.

Auf Brandenburg folgten in der Binnenwanderungsstatistik Schleswig-Holstein mit einem Plus von 11.500 und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von 8600. Die größten Wanderungsverluste durch Umzüge in andere Bundesländer gab es nach Berlin in Baden-Württemberg mit minus 14.100 sowie in Hessen mit minus 7200. Berlin und Baden-Württemberg hatten nach Angaben des Instituts zuvor über Jahre hinweg starke Zuwächse vermeldet.