Im vergangenen Jahr sind in Brandenburg 23 Menschen ertrunken. Das berichtete die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Hannover. Damit ertrank im Jahr 2021 ein Mensch weniger als im Vorjahr. „Das größte Risiko zu ertrinken besteht weiterhin in Seen und Flüssen“, so DLRG-Präsidentin Ute Vogt – diese Gewässer würden selten bewacht und dann auch nur eingeschränkt. Von den 23 Todesfällen in Brandenburg ereigneten sich demnach 15 in Seen und Teichen, drei Menschen ertranken in Flüssen. Die Unfälle ereigneten über das ganze Jahr verteilt, wobei die meisten Todesopfer im Juli gezählt wurden. 19 der Verstorbenen waren Männer.

In Berlin ertranken 2021 acht Menschen. Damit ertranken drei Menschen weniger als im Vorjahr. „Das größte Risiko zu ertrinken besteht weiterhin in Seen und Flüssen“, so DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Diese Gewässer würden selten bewacht und dann auch nur eingeschränkt. Sechs der acht Todesfälle in Berlin ereigneten sich demnach in Seen und Teichen, zwei Menschen ertranken in Flüssen. Alle Unfälle passierten in den Monaten Mai bis August. Sieben der acht Todesopfer waren Männer.

2021 mehr 11- bis 20-Jährige in Deutschland ertrunken

Auf Bundesebene verzeichnete die DLRG währenddessen den niedrigsten Stand seit Beginn der systematischen Erhebungen im Jahr 2000. Nach den Zahlen der DLRG ertranken im vergangenen Jahr in ganz Deutschland 299 Menschen, rund ein Fünftel weniger als noch im Vorjahr. Es war außerdem das dritte Jahr in Folge, in dem die Zahl der Ertrunkenen zurückging.

57 Prozent der Ertrunkenem in Deutschland mit bekanntem Alter waren den Angaben zufolge älter als 50 Jahre, betroffen sind aber auch immer wieder Kinder und junge Menschen. 17 Kinder im Alter bis zehn Jahre ertranken 2021, sechs weniger als ein Jahr zuvor. Unter den 11- bis 20-Jährigen gab es einen Anstieg von 26 auf 30 Todesfälle.

DLRG-Präsidentin Vogt forderte dennoch, mehr Schwimmbäder zu bauen und mehr ausgebildetes Personal zu stellen, um Schwimmkurse an Schulen anzubieten. Nur so könne man das Problem beheben, dass derzeit nur 40 Prozent der Zehnjährigen sicher schwimmen könnten. „Schwimmen ist eine Kulturtechnik wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Jedes Kind muss das bis zum Ende der Grundschule sicher beherrschen können“, so Vogt.