Ärzte und Therapeuten in Brandenburg wollen Flüchtlingen aus der Ukraine helfen. „Es gibt eine sehr große Bereitschaft, in dieser humanitären Katastrophe den aus der Ukraine geflüchteten Menschen zu helfen“, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) auf Anfrage mit. Die Behandlung muss aber abgerechnet und ist nicht wie in Berlin in einigen Praxen kostenfrei.

Die KVBB hatte in einem Brief an Ärzte und Therapeuten im Land unter anderem darum gebeten, dass Praxen ihre Fremdsprachenkenntnisse in der digitalen Arzt- und Psychotherapeutensuche auf der Internetseite der KVBB ergänzen oder der Vereinigung mitteilen. Auf der Seite können Ärzte und Therapeuten nach Fachgebiet, Ort und Sprachkenntnissen gefiltert gesucht werden.

„Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie kollegial ambulante Versorgungsangebote speziell für Kriegsflüchtlinge in Brandenburg organisieren oder auch persönlich Spendenaktionen planen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Die KVBB will diese Angebote sammeln und auf ihrer Internetseite veröffentlichen.

„Es sind einige Mails eingegangen“, sagte Sprecher Christian Wehry der Deutschen Presse-Agentur. So habe beispielsweise eine Kinder- und Jugendpsychologin ihre Hilfe für Geflüchtete angeboten. Da sie jedoch nicht über die notwendigen Fremdsprachkenntnisse verfüge, habe man sie mit einer Dolmetscherin vernetzt.

Wegen der Behandlung geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer habe es in den vergangenen Tagen viele Nachfragen aus der Ärzteschaft gegeben, so Wehry. Die KVBB hat auf ihrer Internetseite daher Informationen über die ambulante Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine zusammengestellt.