Potsdam - Neuer Temperatur-Tagesrekord für Brandenburg: Der Samstag war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der wärmste 19. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Land. Der wärmste Ort war demnach Baruth (Teltow-Fläming) mit 36,6 Grad, gefolgt von Cottbus mit 36,3 Grad und der Landeshauptstadt Potsdam mit 36 Grad.

Örtlich gewitterte es kräftig mit Starkregen und Hagel. Allerdings fielen die Niederschläge sehr lokal aus, etwa in den südlichen Kreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, wie ein DWD-Sprecher mitteilte. Das schaffe für die trockenen Böden wenig Abhilfe. Sie könnten die Niederschläge schlecht aufnehmen, das Wasser fließe hauptsächlich oberirdisch ab. Ihm zufolge bleibt es weiter sehr trocken.

Zehn Hektar Wald brennen bei Bötzow

Mit den Temperaturen und kaum Regen wächst die Gefahr von Waldbränden mit jedem Tag, die Feuer lodern auf immer größeren Flächen. Bei dem bisher größten Brand seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute seit Freitagabend nach Angaben der Regionalleitstelle auf einer Fläche von bis zu zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Es gebe mehrere Brandstellen, die Feuerwehr sei derzeit mit 43 Einsatzkräften vor Ort, sagte ein Sprecher.

Für die Feuerwehrleute kam bei dem Einsatz eine weitere Gefahr hinzu: Die brennende Fläche ist nach Angaben eines Sprechers der Leitstelle munitionsbelastet. Dies kann etwa Explosionen zur Folge haben. Deshalb unterstützte seit den Mittagsstunden ein Löschhubschrauber der Bundespolizei die Einsatzkräfte beim Löschen von Glutnestern. Die Einsatzkräfte konnten die Fläche nicht betreten.

Zudem gab es landesweit einige kleinere Brände, die aber alle gelöscht wurden, wie der Waldbrandbeauftragte des Landes, Raimund Engel, berichtete. Am Freitag hatte es in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming ) an der Grenze zu Sachsen-Anhalt auf drei Hektar gebrannt. Die Restlöscharbeiten zogen sich bis in den Samstag. Mittlerweile sei die Fläche den Waldbesitzern übergeben worden, sagte Engel. Er zeigte sich zufrieden, dass die Waldbrand-Früherkennung funktioniert habe.

Bis auf drei Kreise galt in ganz Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums die höchste Waldbrandwarnstufe fünf. In den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming wurde die zweithöchste Stufe ausgerufen.