Potsdam - Trotz der Einschränkungen des Schulunterrichts durch die Corona-Pandemie hält Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) an den Prüfungen in den Abschlussklassen zu zentralen Terminen fest. Mit fairen Rahmenbedingungen solle dafür gesorgt werden, dass  Schüler, die ihr Abitur oder den Mittleren Abschluss erwerben wollen, vergleichbar gute Chancen auf ein anschließendes Studium oder eine Berufsausbildung haben, sagte Ernst laut einer Mitteilung. Daher habe sich die Kultusministerkonferenz, die Ernst in diesem Jahr als Präsidentin leitet, auf ein gemeinsames Vorgehen aller Bundesländer geeinigt.

Die Abiturprüfungen sollen laut Brandenburger Ministerium am 21. April starten. Dabei soll den Schulen eine größere Auswahl an Prüfungsaufgaben gegeben werden und die Dauer der schriftlichen Prüfungen jeweils um eine halbe Stunde verlängert werden. Schüler, die aufgrund von Quarantänemaßnahmen mehr als 20 Unterrichtstage gefehlt haben, müssen Nachholtermine im Mai nutzen. 

Beim Mittleren Abschluss wird die schriftliche Prüfung im Fach Mathematik um rund zwei Monate auf den 21. Mai verlegt - mit einem Nachholtermin Anfang Juni. Mit einem angepassten Bewertungsschlüssel solle dem Umstand Rechnung getragen werden, dass einzelne Kompetenzen weniger geübt werden konnten, hieß es. Die Prüfungen starten am 15. April im Fach Deutsch. Auch in dieser Jahrgangsstufe gilt es für die Prüfungen jeweils eine Verlängerung von einer halben Stunde. Alle Prüfungen finden als Präsenzveranstaltungen statt, so das Ministerium. Daran müssten die Prüflinge auch an Orten außerhalb der Schule teilnehmen.