Schwarzheide - Eine auf dem BASF-Werksgelände am Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) gefundene Weltkriegsbombe soll am kommenden Mittwoch entschärft werden. Das teilte das Chemieunternehmen am Freitag mit. Die amerikanische Fliegerbombe war am 8. Dezember bei Bauarbeiten entdeckt worden. Die Entschärfung soll um 8 Uhr beginnen.

Weiteren Angaben des Unternehmens zufolge wurde in Absprache mit Stadt und Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) ein begrenzter Sperrkreis von 500 bis 1000 Meter festgelegt. Dadurch müssten einige Bewohner im Bereich der Naundorfer Straße evakuiert werden, wie es weiter hieß. Eine genaue Zahl der betroffenen Anwohner nannte das Unternehmen nicht. Das BASF-Betriebsgelände werde in diesem Bereich ebenfalls geräumt. Die Werkfeuerwehr sowie die freiwillige Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft. Für den Zeitraum der Bombenentschärfung wird die Ortsverbindung Schwarzheide-Schipkau auf der L55 gesperrt.

Bereits im Oktober 2020 hatten Spezialisten des KMBD eine amerikanische Fliegerbombe auf dem Firmengelände entschärft. Sie konnten die Zünder des Blindgängers ausbauen und unschädlich machen. Der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde dann abtransportiert. Für die Entschärfung waren ein Abschnitt der A13 und die Landstraße L55 vorsorglich gesperrt worden. In einem Sperrkreis von 500 Meter Radius wurden Gebäude und Anlagen geräumt.