Die Maskenpflicht an den Brandenburger Schulen soll am 2. April fallen. Bis dahin wolle man die Übergangsfrist des neuen Infektionsschutzgesetzes nutzen, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch in der Plenardebatte des Landtags. Experten hätten dazu geraten, nicht plötzlich, sondern schrittweise aus den Corona-Maßnahmen auszusteigen, erläuterte die Ministerin.

In einem ersten Schritt sei die Zahl der notwendigen Corona-Tests für Schüler von fünf Mal auf drei Mal pro Woche reduziert worden, berichtete Ernst. Gemeinsam mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) würden die Osterferien für ein Ende der Testpflicht angepeilt. Wegen der zu erwartenden Urlaubsreisen solle in der Woche nach den Ferien noch getestet werden, erklärte Ernst.

94 Millionen Euro sollen in Corona-Tests geflossen sein

Die AfD-Fraktion hatte beantragt, die Masken- und Testpflicht in den Schulen sofort abzuschaffen. „Die Landesregierung setzt weiter auf überzogene Maßnahmen, die nichts gegen Corona-Infektionen ausrichten, aber den Kindern massiv schaden“, sagte der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch. Selbst das Bildungsministerium könne nicht nachweisen, dass mit den Tests auch nur eine Infektion verhindert worden sei. Dennoch seien vom Land bereits 94 Millionen Euro in die Tests statt etwa in mehr Lehrer investiert worden. Und die Maskenpflicht im Unterricht sei eine unzumutbare Belastung der Kinder und Jugendlichen, meinte Hohloch. Der AfD-Antrag wurde von der Landtagsmehrheit abgelehnt.

Unterdessen ist die Corona-Inzidenz in Brandenburg leicht gesunken und lag am Mittwoch bei 1496,8. Am Dienstag betrug die Anzahl der registrierten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Menschen 1528. Der bundesweite Durchschnitt lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Mittwoch bei rund 1734.

8072 neue Corona-Infektionen wurden erfasst, so dass Brandenburg auf insgesamt 644.679 Fälle kommt. Zwölf neue Todesfälle kamen dazu, insgesamt starben 5364 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 803 Menschen mit einer Covid-Infektion liegen derzeit in den Krankenhäusern des Landes. 88 davon werden intensivmedizinisch behandelt, darunter müssen 49 beatmet werden. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 6,01 und damit leicht über dem Wert vom Dienstag (5,81). Vor einer Woche lag der Wert bei 6,60.