Berlin/Greifswald - Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald warnt weiterhin vor dem West-Nil-Virus. Aktuell breitet es sich in Berlin und im Osten Deutschlands aus. „Bis Mitte September wurden 26 West-Nil-Virus-Erkrankungen bei Wild- und Zoovögeln nachgewiesen. Weiterhin sind bisher neun Infektionen bei Pferden festgestellt worden, wovon ein Pferd aufgrund schwerer neurologischer Symptomatik euthanasiert werden musste“, schreibt das FLI in einer Meldung.

Der RBB berichtet hingegen bereits von zwei Pferden, die an dem West-Nil-Virus gestorben seien. Beide Fälle sollen in Brandenburg passiert sein. „Ein Tier verstarb innerhalb von zwei Tagen. Das andere musste in einer Tierklinik getötet werden“, heißt es in dem Bericht.

Infizierte Menschen können das West-Nil-Virus nicht weitergeben

Das West-Nil-Virus wurde 1937 im West-Nil-Distrikt in Uganda entdeckt. „Blutsaugende Stechmücken übertragen das Virus. Die wichtigsten Wirte sind Vögel. In selteneren Fällen kann auch eine Übertragung auf Pferde und den Menschen stattfinden“, erklärt das Friedrich-Loeffler-Institut weiter auf seiner Homepage. Infizierte Menschen oder Pferde können nach jetzigem Stand das Virus aber nicht weitergeben. 

Infiziert sich ein Mensch mit dem West-Nil-Virus ist das laut Experten in der Regel ungefährlich. In 20 Prozent der Fälle kann es zu grippeähnlichen Symptomen kommen. In seltenen Fällen löst das Virus beim Menschen eine Gehirnhautentzündung aus, die dann zum Tod führen kann. Etwa fünf bis zehn Prozent der Patienten mit Symptomen versterben, wie das Robert-Koch-Institut mitteilt