Bei einem Unfall in einem Düngemittelwerk nahe Perleberg (Prignitz) ist am Dienstag hochätzende Schwefelsäure ausgetreten, so der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Konkret sei ein Schlauch eines Gefahrgut-Lastwagens geplatzt. Die Säure lief nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur aus einem 10.000-Liter-Fass aus und drohte, ins Erdreich zu versickern.

Die Polizei bestätigte das Austreten von Schwefelsäure, die Feuerwehr war seit dem Mittag auf dem Betriebsgelände in Quitzow bei Perleberg im Einsatz. Laut RBB wurde am Abend die hochätzende 98-prozentige Säure in spezielle Auffangbehälter gespült, damit sie beseitigt werden kann.

Zwischenzeitlich bestand für die Bevölkerung die Gefahr, dass sie in Kontakt mit giftigen Dämpfen kommen könnte. Da bei den Räumungsarbeiten zudem eine Gaswolke hätte entstehen können, die die Umgebung kontaminiert, warnte die Polizei die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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Säuregefahr: Einsatzkräfte brauchen spezielle Schutzanzüge

Einsatzkräfte konnten sich dem Gefahrgut-Lkw nur mit speziellen Schutzanzügen nähern, hieß es. Die Bergung der ausgelaufenen Säure gestaltete sich schwierig, sagte eine  Feuerwehrsprecherin gegenüber dem RBB. Zum Verdünnen und Ausspülen der ausgetretenen Säure konnte kein Wasser genutzt werden. Denn beim Zusammentreffen der 98-prozentigen Schwefelsäure mit Wasser wäre es zu einer chemischen Reaktion mit einer enormen Hitzentwicklung gekommen.

Letztlich gelang die Aktion. Laut einem Polizeisprecher gab es keine Verletzten. Zur Unfallursache wird nun ermittelt.