Berlin - Brandenburg steht vor der Einführung der 2G-Regel mit der Option von mehr Rechten für Corona-Geimpfte und Genesene. Das Kabinett entscheidet am Dienstag (15 Uhr) darüber, ob Veranstalter und Betreiber von Einrichtungen die Option haben sollen, nur diesen beiden Gruppen sowie Kindern bis zwölf Jahren einen Zutritt zu gewähren. Das geht aus einem Entwurf der Corona-Verordnung hervor. Dafür sollen Corona-Auflagen wegfallen. 

Die Spitzen der Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen hatten für ein solches Modell bereits in der vergangenen Woche geworben. Hamburg hat bereits ein ähnliches Modell. Die Brandenburger Landkreise und kreisfreien Städte sollen weitere Schutzmaßnahmen treffen können, wenn dies wegen eines Corona-Ausbruchs nötig ist – zum Beispiel eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Die neue Verordnung soll vom 16. September bis zum 13. Oktober gelten.

Brandenburger Kulturbranche würde 2G-Regel begrüßen

Die Brandenburger Kulturbranche hält die geplante 2G-Regel mit der Möglichkeit von mehr Freiheiten für Corona-Geimpfte und Genesene für sinnvoll. Eine solche Option sei grundsätzlich begrüßenswert, sagte die Vorsitzende des Kulturrates Brandenburg, Julia Diebel, der dpa. Sie gewährleiste für die Veranstalterinnen und Veranstalter „die größtmögliche Flexibilität bei größtmöglicher Sicherheit“.

Entscheidend für die Anbieter wird nach Ansicht des Kulturrates der Blick auf das Zielpublikum sein. „Grob gesagt: Veranstaltungen für Kinder werden sicher andere Konzepte erfordern als Veranstaltungen, die vorwiegend Altersgruppen mit hoher Impfquote ansprechen“, sagte Sprecherin Diebel. „Ein möglicher „Flickenteppich“ an Konzepten ist mit einer guten Kommunikation im Vorfeld sicher zumutbar.“