Bötzow - Die Gefahr von Waldbränden in Brandenburg steigt mit jedem Tag – die Feuer lodern auf immer größeren Flächen. Bei dem bisher größten Waldbrand seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute am Samstag auf einer Fläche von zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Es gebe mehrere Brandstellen, die Feuerwehr sei derzeit mit 43 Einsatzkräften vor Ort, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle. Weitere Kräfte sollen hinzugezogen werden.

Eine weitere große Gefahr kommt nach Auskunft des Sprechers hinzu: Die brennende Fläche sei munitionsbelastet. Dies könne Explosionen zur Folge haben. Deshalb sei ein Löschhubschrauber der Bundespolizei angefordert worden, die Feuerwehrleute könnten vom Boden aus nicht überall löschen. Die Hilfe soll im Laufe des Tages eintreffen. Der Landeplatz sei vorbereitet, Wasser werde aus einem nahen See entnommen, so der Sprecher.

Waldbrände: Höchste Gefahrenstufe in Brandenburg

Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. In den Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming wurde die zweithöchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen. In diesen Gebieten sei die Luftfeuchte durch aufkommende Gewitterfronten höher, erklärte der Walbrandbeauftragte des Landes, Raimund Engel. Die hohe Gefahrenlage habe sich aber im Vergleich zum Vortag nicht verändert. Zudem könne der derzeit wehende frische bis böige Wind Brände noch anfachen.