Potsdam - Auch die Brandenburger Grundschüler müssen in den ersten beiden Wochen nach dem Start des neuen Schuljahrs am 9. August im Unterricht und im Hort Masken tragen. Dies entschied das Brandenburger Kabinett in der neuen Corona-Umgangsverordnung als Schutzmaßnahme mit Blick auf die Reiserückkehrer, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch in Potsdam erläuterte.

Zudem gilt die Maskenpflicht ab der 7. Klasse auch über die ersten zwei Wochen nach den Ferien hinaus und eine regelmäßige Corona-Testpflicht in allen Schulen. „Die Schule darf nur betreten, wer sich zweimal die Woche einem Test unterzieht“, betonte Ernst.

Strenge Regeln in Schulen – Lockerungen bei Veranstaltungen

Trotz der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sollen in Brandenburg von Anfang August an wieder größere Veranstaltungen unter Voraussetzungen zugelassen werden. Bei mehr als 1000 Zuschauern wird die weiterhin zulässige Personenzahl auf die Hälfte der restlichen Kapazität der Einrichtung beschränkt. So könnten in einem Veranstaltungsort mit der Kapazität von 2000 Gästen 1500 Menschen zugelassen werden, wenn das Abstandsgebot eingehalten werden könne, erläuterte die Staatskanzlei in einer Mitteilung.

Für private Feiern bleibt die Obergrenze bei 100 Personen unter freiem Himmel und 50 Gästen in geschlossenen Räumen. Ein besonderer Anlass ist für die Zusammenkünfte aber nicht mehr notwendig.

Das Virus breitet sich in Brandenburg aktuell vergleichsweise langsam aus. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit 5,7 deutlich unter dem unter dem bundesweiten Durchschnitt von 15,0. Allerdings näherte sich Frankfurt (Oder) mit einem Wert von 17,4 wieder der 20er-Marke, ab der wieder Testpflichten greifen können.