Potsdam - Die Grundschulen in Brandenburg werden wegen der Corona-Pandemie auch nach den dortigen Winterferien vorerst nicht öffnen. „Angesichts des Infektionsgeschehens ist das nicht möglich und wir werden die Schulen heute Nachmittag darüber informieren“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Landtag. Am Mittwoch hatte sie zudem mitgeteilt, dass die Abschlussprüfungen an Schulen wie geplant stattfinden sollen.

Hintergrund sei auch die Sorge um die Verbreitung von Mutationen des neuartigen Coronavirus. „Solange wir die Auswirkungen der Mutationen nicht kennen und wie wir sie in den Griff kriegen, können wir keine Entscheidung zur Schulöffnung treffen“, so Ernst. Sie hoffe aber, dass irgendwann der Stufenplan der Kultusministerkonferenz greife und zunächst die Grundschulen im Wechselmodell wieder geöffnet werden könnten.

Die AfD hatte gefordert, zunächst die Grundschulen nach den Winterferien am 8. Februar wieder zu öffnen. AfD-Bildungsexperte Dennis Hohloch verwies zur Begründung auf wissenschaftliche Studien, denen zufolge bis zu zwölf Jahre alte Kinder nicht wesentlich zur Verbreitung des Coronavirus beitragen würden. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit der rot-schwarz-grünen Koalitionsfraktionen ebenso abgelehnt wie ein Antrag der Linken, die unter anderem eine stufenweise Öffnung der Schulen nach dem 14. Februar forderte – beginnend mit den Jahrgangsstufen eins bis vier.