Potsdam - In Brandenburger Städten ist die Zahl der Hochzeiten wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr zurückgegangen – und das hat Folgen. Die verschobenen oder abgesagten Termine machen vor allem der Gastronomie, Hochzeitsplanern und dem Handel zu schaffen – zumal nach dem Lockdown ein Run auf die Betriebe erwartet wird. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (HBB), Nils Busch-Petersen, sagte, der Bedarf an Festtagskleidung sei dramatisch zurückgegangen. Die Branchen wünschten sich klare Öffnungsperspektiven. Die Terminkalender der Gastronomen sind laut Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Land, eigentlich voll. „Die Betriebe wissen nur nicht, wann sie wieder öffnen dürfen“, sagte er.

In Potsdam gab es im vergangenen Jahr mit fast 900 Trauungen rund zwölf Prozent weniger als in den Vorjahren. Cottbus zählte im Vergleich zu 2019 mit 284 insgesamt 33 Eheschließungen weniger. In Oranienburg (Kreis Oberhavel) gaben sich 2020 mit 326 Paaren gut zehn Prozent weniger Menschen das Jawort als im Jahr zuvor.