Potsdam - 140 Brandenburger Arztpraxen beteiligen sich aktuell an den Impfungen von Kindern. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVBB) veröffentlichte auf ihrer Internetseite eine Liste der Angebote. Die Kassenärzte rechnen mit einer hohen Nachfrage nach dem begrenzten Kinderimpfstoff. „Wieder einmal wird die Nachfrage nach den Impfungen das Angebot an verfügbarem Impfstoff übersteigen“, erklärte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) Peter Noack am Dienstag. Mit dem vorhandenen Impfstoff sollten zunächst Kinder mit Vorerkrankungen oder mit Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf geimpft werden.

Viele Praxen hätten mit Familien bereits Termine ausgemacht, so dass die Kinderimpfstoffbestände schon verplant seien, berichtete Noack. Die nächste Lieferung des Bundes solle erst in der Woche ab dem 10. Januar erfolgen. „Hier ist der neue Bundesgesundheitsminister gefragt, endlich ausreichend, verlässlich und zeitlich flexibler Impfstoff für die Praxen zu organisieren“, mahnte er. Die Arztpraxen bekämen so mehr Flexibilität und Planungssicherheit.

Corona-Impfzentren in Potsdam und Frankfurt impfen bereits Kinder

In Potsdam können in den beiden kommunalen Impfstellen in der Schinkelhalle und der Metropolishalle ab sofort Termine für Kinder gebucht werden, wie die Stadt mitteilte. Stand Dienstag wurden 320 Termine für die gesamte erste Woche freigeschaltet. „Es gibt eine sehr große Nachfrage bei Eltern und auch bei einigen Kindern selbst. Auf den speziellen Impfbahnen für Kinder werden überwiegend Kinder- und Familienärzte eingesetzt“, sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. Aufgrund des höheren Beratungs- und Aufklärungsbedarfs wird ihm zufolge derzeit mit 80 Kinderimpfungen pro Bahn und Impftag geplant.

Auch in Frankfurt (Oder) sind im städtischen Impfzentrum auf dem Messegelände Kinderimpfungen möglich. Die Zahl der hier angebotenen Termine sei noch überschaubar, werde aber bei abgesicherter Lieferung weiteren Impfstoffes erhöht, teilte die Stadt mit. Zudem wurde eine vierte Impfstraße eingerichtet, so dass die Tageskapazität von 300 auf 400 Impfungen erhöht werden könne.