Potsdam - Die Adventszeit und das Weihnachtsfest rücken näher, und damit auch eigentlich die traditionellen Weihnachtsmärkte. Brandenburger Städte und Gemeinden haben sich trotz wieder gestiegener Corona-Zahlen nicht vollständig vom Weihnachtsmarkt in diesem Jahr verabschiedet. In den Verwaltungen werde meist weiter geplant und gehofft, dass es sie wieder geben werde, ergab eine Befragung der Deutschen Presse-Agentur.

In der Landeshauptstadt Potsdam soll auf jeden Fall nach einem Jahr Corona-Pause der innerstädtische Weihnachtsmarkt Blauer Lichterglanz stattfinden, so ein Stadtsprecher. Das Ereignis war immer ein beliebter Tourismusmagnet und zog Besucher in die Stadt. 2020 musste er wegen Corona abgesagt werden.

Auch der Böhmische Weihnachtsmarkt auf dem Weberplatz in Babelsberg ist nach den Angaben bereits geplant. Es bestehe aber die Hoffnung, dass noch weitere in der Stadt hinzukommen, hieß es. Für die Betreiber gelten nach den Angaben die gültigen Hygieneregeln, die sich dann nach der aktuellen Umgangsverordnung des Landes richten.

Was auf den Weihnachtsmärkten in Cottbus und Frankfurt (Oder) geplant ist

In Cottbus sind Ordnungsamt und Gesundheitsamt nach Angaben der Stadt derzeit noch in der Abstimmung mit dem Veranstalter. Mehr könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider noch nicht gesagt werden, hieß es.

Auch in Frankfurt (Oder) sind die Planungen noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Messe und Veranstaltungs GmbH plane ein weihnachtliches Erlebnis in der Frankfurter Innenstadt, hieß es. So solle es eine Weihnachtskirmes auf dem Brunnenplatz und etwa zehn weitere Stände in dem Areal geben. Für den 5. Dezember ist eine Weihnachtsmannparade in der Karl-Marx-Straße vorgesehen und am 4. Adventswochenende ein Weihnachtsflohmarkt. Um den Handel anzukurbeln, gibt es in der Stadt am 2. und 4. Advent verkaufsoffene Sonntage.

IHK-Präsident an Betreiber: Lasst Weihnachtsmärkte stattfinden

Die Industrie- und Handelskammer Potsdam appellierte unterdessen an Veranstalter und Betreiber von Weihnachtsmärkten und Stadtfesten, ihre Veranstaltungen durchzuführen. Die Impfquote habe eine Höhe erreicht, in der Stadien, Clubs oder auch Messehallen wieder mit Einschränkungen betrieben werden können, sagte IHK-Präsident Peter Heydenbluth. Man wende sich deshalb an die Entscheidungsträger in Landkreisen, Städten und Gemeinden und wolle sie ermuntern, mit passenden Konzepten auch über den Herbst und Winter allmählich zur Normalität zurückzukehren.

Dazu gehörten neben 2G- (geimpft oder genesen) und 3G-Modellen (geimpft, genesen oder getestet) auch die unbürokratische Nutzungsmöglichkeit für öffentliche Flächen ohne Sondernutzungsgebühren und natürlich verlängerte Öffnungszeiten und -tage, auch an verkaufsoffenen Sonn- und Feiertagen.