Potsdam - Trotz des harten Lockdowns steigt die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg weiter. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter 1055 neue Ansteckungen und 38 weitere Todesfälle gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Mittwoch bei 826 und vor einer Woche bei 1053. 

Der Wert neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche stagniert: Am Donnerstag lag er nach Zahlen des Ministeriums bei 224,7 nach 224,6 am Mittwoch. Zwei Landkreise liegen wieder über der Schwelle von 400: Schwerpunkt in Brandenburg ist der Kreis Spree-Neiße mit einem Wert von 438,8, gefolgt von Ostprignitz-Ruppin mit 406,6.

Gegen das Coronavirus geimpft wurden seit Ende Dezember rund 50.700 Menschen in Brandenburg. Das sechste Impfzentrum des Bundeslands eröffnete am Donnerstag in Oranienburg. „Mit jedem weiteren Impfzentrum werden die Wege hin zur ersehnten Impfung für die Menschen kürzer“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Impfungen in Brandenburg nähmen an Fahrt auf. Für die neue Einrichtung seien bis Ende nächster Woche rund 1500 Termine vergeben.

Wegen Lieferverzögerungen der Hersteller Biontech und Pfizer bleiben für die in dieser Woche eröffneten Zentren in Elsterwerda, Frankfurt (Oder) und Oranienburg die vereinbarten Termine in dieser und der nächsten Woche bestehen. Danach sind dort allerdings nur reduziert neue Termine möglich. Insgesamt sind elf Impfzentren in Brandenburg geplant. Die Landesregierung hatte mit den Kommunen vereinbart, dass möglichst 18 Zentren öffnen sollen – für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt. Das ist bisher aber noch offen.