Leegebruch Nach dem Brand einer Lagerhalle in Leegebruch (Landkreis Oberhavel) geht die Polizei von einem noch größeren Schaden aus als zunächst vermutet. Statt der geschätzten 1,5 Millionen seien es rund fünf Millionen Euro, teilte sie am Mittwoch mit. In der Produktionshalle hatte es am Dienstagabend gebrannt. Nach ersten Erkenntnissen waren Teile der Hallenmauer durch die Produktion heiß geworden und hatten Feuer gefangen.

Ein Mitarbeiter der Firma, die auf dem Gelände Mörtelbehälter aus Kunststoff herstellt, hatte noch versucht, den Brand selbst zu bekämpfen – ohne Erfolg. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten ein Übergreifen auf einen benachbarten Lebensmittelmarkt verhindern. Der 59-jährige Mitarbeiter wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

Foto: Morris Pudwell
Die Feuerwehr löscht den Großbrand in Leegebruch.

Die Halle wurde bei dem Feuer am Dienstagabend so stark beschädigt, dass sie einsturzgefährdet ist. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung gebeten, die Fenster zu schließen. Auch ein benachbarter Supermarkt wurde evakuiert, an ihm entstanden nur geringe Schäden. Das Feuer konnte nach Polizeiangaben bis zum späten Dienstagabend gelöscht werden. Zur Brandursache machte die Polizei zunächst keine Angaben.