Potsdam - Der Naturschutzbund (Nabu) Brandenburg hält den Lebensraum von Amphibien wie etwa Fröschen, Kröten, Unken und Molchen für höchst gefährdet. „Das Artensterben ist längst vor unserer Haustür angekommen und wir alle sind gefordert, schnellstmöglich gegenzusteuern“, teilte der Sprecher des Landesfachausschusses Feldherpetologie, Reinhard Baier, am Sonntag nach einer Tagung von rund 70 Expertinnen und Experten aus Berlin und Brandenburg mit. „Manche praktischen Maßnahmen wären dabei sehr leicht umsetzbar.“

Der Nabu fordert unter anderem, mehr Wasser in der Landschaft zurückzuhalten statt abfließen zu lassen. Fischereiteiche sollten erhalten werden, und Versickerungsbecken von Regenwasser sollten auch für Amphibien nutzbar sein. Als Gründe für das Artensterben sehen die Naturschützer die Zunahme bebauter Flächen, eine intensive Landwirtschaft und Krankheiten von Wildschweinen und Waschbären. Der Naturschutzverein Malchow warnte vor dem Austrocknen kleiner Gewässer.