Bei Hochzeiten und anderen Feiern sind in Brandenburg künftig nur noch insgesamt 75 Teilnehmer erlaubt – die Begrenzung gilt aber nicht für Feiern in Gaststätten.
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PotsdamPrivate Feiern in Wohnung oder Garten sind in Brandenburg wegen der Corona-Krise künftig nur noch mit bis zu 75 Teilnehmern möglich. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Andernfalls droht Veranstaltern ein Bußgeld bis 1000 Euro. Bisher dürfen private Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden bei Abstands- und Hygieneregeln.

In Restaurants in Brandenburg dürfen künftig bis zu sechs Gäste unterschiedlicher Haushalte zusammensitzen, entschied das Kabinett. Bisher können Menschen aus dem gleichen Haushalt an einem Tisch sitzen - oder Gäste verschiedener Haushalte, wenn sie den regulären Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. In Berliner Gaststätten sind maximal sechs Menschen an einem Tisch erlaubt mit weniger als 1,50 Meter Abstand.

Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Zudem kostet der bewusste Verzicht auf eine Corona-Maske künftig zwischen 50 und 250 Euro Bußgeld. Die Maskenpflicht gilt unter anderem im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte weitere Vorsorge, damit es nicht zu Corona-Infektionen kommt: „Deshalb müssen wir weiter Abstand halten und dort wo es nicht geht, Mund – und Nasenschutz tragen.“ Er betonte mit Blick auf das Bußgeld: „Jeder muss wissen: Jederzeit kann eine Kontrolle kommen.“

Das Verbot von Großveranstaltungen wie Konzerten, Messen oder Volksfeste für mehr als 1000 Besucher in Brandenburg wird bis zum Jahresende verlängert. Großveranstaltungen waren bisher nur bis Ende Oktober verboten. Nur für Autokinos, Autotheater, Autokonzerte und ähnliche Veranstaltungen kann das zuständige Gesundheitsamt Ausnahmen erlauben. „Erotische Massagen“ ohne Geschlechtsverkehr würden dagegen wieder erlaubt, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).