Brandenburg: Polizei stoppt Zusammenarbeit mit privater Sicherheitsfirma

Der Sicherheitsfirma werden Verbindungen ins rechtextreme Milieu vorgeworfen. Die Vorwürfe würden nun geprüft, heißt es von der Polizei.

Ein Security-Mitarbeiter (Symbolbild)
Ein Security-Mitarbeiter (Symbolbild)dpa/Sven Hoppe

Die Polizei in Brandenburg stoppt vorübergehend die Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsunternehmen, dem Verbindungen ins rechtsextreme Milieu vorgeworfen werden. Das bestätigte Brandenburgs Polizeisprecher Torsten Herbst am Freitag. Vorwürfe waren auf einer politisch links ausgerichteten Internetseite erhoben worden. „Auch diese prüfen wir“, erklärte Herbst.

Bis zur Klärung der berichteten Sachverhalte wird die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen laut Herbst auf Eis gelegt. Grundlage sei eine Kooperationsvereinbarung mit festgelegten Teilnahmekriterien, insbesondere die Ablehnung jeglicher Form von politischem Extremismus und Distanzierung von jeglicher Art der Diskriminierung. Die Vereinbarung hatte die Brandenburger Polizei 2018 mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) geschlossen.

Das Polizeipräsidium und der BDSW wollten nun das bisherige Aufnahmeprozedere von Sicherheitsunternehmen prüfen, wie es weiter hieß. Die Zuverlässigkeit der an der Kooperationsvereinbarung beteiligten Unternehmen solle zukünftig noch besser als bisher festgestellt werden.

Berichtigung der Deutschen Presseagentur

Berichtigung der dpa 1757 vom 04.06.21: Im 1. Absatz, 3. Satz wurde aus rechtlichen Gründen der Hinweis auf die den Vorwürfen zugrundeliegende Internetseite gestrichen, um die dort erhobenen Vorwürfe nicht selbst zu übernehmen. Der ursprüngliche 5. Satz mit der Angabe des Namens des Unternehmens wurde gestrichen, da diesem keine Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde.