Die Ermittlungen gegen einen Polizisten aus Südbrandenburg, der auf Fotos mit einer SS-Uniform posiert, werden ausgeweitet. Neben dem Beamten seien weitere Personen im Fokus der Staatsanwaltschaft Cottbus, teilte ihr Sprecher Gernot Bantleon am Freitag auf Nachfrage mit. Einzelheiten wollte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Zunächst hatte die Lausitzer Rundschau berichtet.

Der Beamte war auf Fotos in einer Tarnuniform im Erbsentarnmuster zu erkennen, wie sie durch die Waffen-SS getragen wurde. Seitdem laufen Ermittlungen gegen den vom Dienst frei gestellten Polizisten. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz Anzeige erstattet – von Amts wegen, wie es hieß. Fotos könnten den Verdacht nahe legen, der Mann sei im Besitz von Schusswaffen ohne waffenrechtliche Erlaubnis. Neben dem Ermittlungsverfahren wurde gegen den Polizisten ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Hakenkreuz-Symbole und SS-Totenkopfabzeichen

Bei Durchsuchungen hatten Ermittler des Staatsschutzes bei dem Beschuldigten Uniformteile mit eindeutigem Bezug zur Waffen-SS sowie in der Öffentlichkeit verbotene Kennzeichen wie Hakenkreuz-Symbole und SS-Totenkopfabzeichen gefunden.