Eisenhüttenstadt - Rund 30 Brandenburger sind seit Mai in eine Quarantäne-Station zwangseingewiesen worden, weil sie sich nicht an die angeordnete Corona-Quarantäne gehalten haben. Das teilte das Innenministerium auf Anfrage am Montag mit. Zunächst hatte die Welt am Sonntag berichtet. Aktuell sind laut Ministerium keine Quarantänebrecher in der Einrichtung, die sich seit Juni in der ehemaligen Abschiebehaftanstalt Eisenhüttenstadt befindet.

In die Zentralstelle für Quarantänebrecher kommt, wer sich wiederholt und trotz Anweisung nicht an die durch die örtlichen Gesundheitsämter erteilte Quarantäne im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hält. Für eine Einweisung ist eine richterliche Anordnung nötig, die Grundlage bildet das Infektionsschutzgesetz.