Potsdam - Sinkender Grundwasserspiegel und Niedrigwasser: Die Auswirkungen sind an den Brandenburger Gewässern deutlich zu spüren. Nach Daten des Landesamtes für Umwelt weisen 15 von 79 Seen, die größer als 50 Hektar sind und bei denen Wasserstände gemessen werden, außergewöhnlich hohe Rückgänge auf, wie rbb24 am Freitag berichtete. Der Wasserstand sank demnach in den vergangenen zehn Jahren um mehr als zwei Zentimeter pro Jahr. Zudem wird von den Landesbehörden an inzwischen mindestens 2100 Messstellen der Grundwasserspiegel beobachtet.

Mit einem Niedrigwasserkonzept hat das Umwelt- und Klimaschutzministerium im Februar einen Maßnahmenplan zur Vorsorge vor Niedrigwasser und zum Management von extremen Niedrigwasserereignissen vorgelegt. Landkreise, kreisfreie Städte und Gewässerunterhaltungsverbände setzen auf nachhaltiges Wasserressourcenmanagement, so das Ministerium.

Das Landesamt für Umwelt hat laut dem rbb-Bericht Daten seit 1976 ausgewertet. Demnach fiel in den höheren Grundwasser-Schichten der Spiegel auf etwa einem Drittel der Landesfläche. Meist waren es ein bis zwei Zentimeter pro Jahr, so in weiten Teilen des südlichen Fläming und der Barnim-Hochfläche. Rund um Potsdam, um den Stechlinsees (Oberhavel) und im Nordosten des Barnim fiel er aber auch um bis zu drei Zentimeter pro Jahr. In tieferen Schichten fielen die Grundwasserstände seit 1976 sogar auf rund der Hälfte des Landes um ein bis zwei Zentimeter, aber auch um drei bis vier Zentimeter.