Potsdam - Nachdem sich die Ständige Impfkommission (Stiko) für die Impfung von Zwölf- bis 17-Jährigen ausgesprochen hat, ist in der Brandenburger Kenia-Koalition ein Streit um die Maskenpflicht in den Schulen ausgebrochen. Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag, Jan Redmann, bekräftigte am Dienstag, dass die Maskenpflicht auch an weiterführenden Schulen im Herbst beendet werden könnte, wenn genügend Schüler geimpft sind. „Impfangebote für ältere Schüler gibt es jetzt im ganzen Land – jeder kann zu den Hausärzten gehen“, sagte Redmann.

Maskenpflicht gilt an weiterführenden Schulen zunächst bis Ende des Monats

Dagegen erklärte Grünen-Fraktionschefin Petra Budke, die Schüler seien in besonderem Maße von Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus betroffen. „Deshalb halten wir eine Diskussion über die Aufhebung der Maskenpflicht in den Schulen für zu früh.“ SPD-Fraktionschef Erik Stohn verwies lediglich darauf, dass die Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen zunächst nur bis Ende des Monats gelte.

Nach der bis zum 28. August gültigen Umgangsverordnung des Landes besteht die Maskenpflicht in Grundschulen als Schutzmaßnahme wegen der Urlaubsrückkehrer nur in den ersten beiden Wochen nach den Ferien, also nur bis Ende dieser Woche. Für die weiterführenden Schulen gilt sie weiter.

Linke: Mobile Impfteams sollen an die Schulen geschickt werden

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Sebastian Walter, forderte die Landesregierung erneut auf, nun mobile Impfteams an die Schulen zu schicken. „Die Kommunen warten nur darauf“, meinte er. Um einen raschen Impfschutz zu erreichen, dürfe man die Schüler nicht nur an die Hausärzte verweisen, meinte Walter.