Brandenburg will Prüfungs- und Regelstudienzeit erneut verlängern

Wegen Corona soll die Regelstudienzeit zum vierten Mal verlängert werden. Mitte Februar will der Brandenburger Landtag darüber einen Beschluss fassen.

Die Hochschulen seien in den vergangenen zwei Jahren nie komplett geschlossen gewesen, sagt Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle.
Die Hochschulen seien in den vergangenen zwei Jahren nie komplett geschlossen gewesen, sagt Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle.imago/Thomas Koehler/photothek

Studierende in Brandenburg sollen auch im laufenden Wintersemester 2021/22 mehr Zeit zum Lernen und für Prüfungen bekommen. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, ist geplant, die individuelle Regelstudienzeit und die Fristen zur Erbringung von Prüfungsleistungen erneut zu verlängern. Die geänderte Verordnung wurde den Hochschulen und der Brandenburgischen Studierendenvertretung bereits vorgelegt, Mitte Februar soll es im Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Landtag Brandenburg einen Beschluss darüber geben.

Hochschulen seien selbst in Zeiten des größten Lockdowns nie gänzlich geschlossen gewesen, betonte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD). So waren ihr zufolge etwa Laborarbeiten möglich, Präsenzprüfungen erlaubt und Bibliotheken waren erreichbar.

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„Aber wir sehen auch die Probleme, die Corona nach wie vor verursacht: Deshalb jetzt die vierte Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit“, erklärte Schüle. Sie wies darauf hin, dass durch eine Verlängerung auch die Bafög-Förderung nicht gefährdet sei. In den vergangenen Monaten waren Studierende dem Ministerium zufolge mit einem Programm zum Schließen von in der Pandemie entstandenen Lernlücken und einem Sofortprogramm für digitale Hochschullehre unterstützt worden.