Potsdam - Die Übergabe der Impfzentren aus der Verantwortung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) in kommunale Trägerschaft ist abgeschlossen. Ab diesem Sonntag werden diese von den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten betrieben. „Die Impfzentren bleiben in dieser Phase noch wichtig, um in kurzer Zeit viele Menschen gegen Corona impfen zu können. Gleichzeitig schaffen die Kommunen immer mehr niedrigschwellige Impfangebote vor Ort“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft am Samstag. Er dankte allen Beteiligten für die erfolgreiche Übergabe und nahtlose Fortführung der Einrichtungen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde (Barnim), Falkensee (Havelland), Frankfurt (Oder), Kyritz (Ostprignitz-Ruppin), Luckenwalde (Teltow-Fläming), Rathenow (Havelland), Perleberg (Prignitz), Potsdam, Prenzlau (Uckermark) und Schönefeld (Dahme-Spreewald) die Impfzentren weitergeführt. Die Einrichtungen in Oranienburg und Elsterwerda (Eleb-Elster) werden dagegen nicht weiter betrieben.

Auch andere Landkreise übernehmen Impfzentren

Am Flughafen Schönefeld seien die Impftermine bereits gut gebucht, berichtete Landkreissprecherin Kathrin Veh am Samstag. Den Angaben zufolge können dort täglich bis zu 800 Schutzimpfungen in den nächsten 8 Wochen auf 6 Impfstraßen durchgeführt werden. Alle gebuchten Zweitimpfungstermine im Impfzentrum für August und September 2021 seien abgesichert, so der Landkreis. Zusätzlich würden für August noch einmal 11.000 Impftermine für Erst-und Zweitimpfungen angeboten.

Auch andere Landkreise übernehmen ab Sonntag die Impfzentren, so etwa der Kreis Teltow-Fläming in Luckenwalde. Landrätin Kornelia Wehlan wünscht sich, dass das Impfzentrum in den nächsten Wochen gut ausgelastet wird, wie sie sagt. Im Kreis Ostprignitz-Ruppin ist der Weiterbetrieb des Impfzentrums in Kyritz durch den Kreis bis voraussichtlich Mitte September geplant.

Landesregierung startet Werbekampagne gegen Impfmüdigkeit 

Die Landeshauptstadt Potsdam will nach eigenen Angaben mit drei Impfzentren sowie mobilen Impfteams die niedergelassenen Ärzte beim Impfen gegen das Coronavirus unterstützen. Dazu gehören das Impfzentrum Metropolishalle in Babelsberg, die Impfstelle im Klinikum Ernst von Bergmann und die Impfstelle in der Heinrich-Heine-Klinik. Plus mobile Impfangebote gibt es in Potsdam zahlreiche Standorte, an denen geimpft werden kann. Die Impfbereitschaft in Potsdam sei grundsätzlich sehr hoch, nun müssten die Menschen motiviert werden, jetzt auch impfen zu gehen, so Oberbürgermeister Mike Schubert.

Die Landesregierung hatte am Freitag eine Werbekampagne für die Corona-Impfung und gegen die zunehmende Impfmüdigkeit gestartet. Mit Slogans wie „Verwandte statt Mutante“ oder „Grillfest statt Schnelltest“ auf Plakaten soll die Werbung unter anderem in Apotheken, Rathäusern, Betrieben, Friseur-Salons und Gaststätten hängen. Auf dem Impfportal www.brandenburg-impft.de können die Plakate heruntergeladen werden.

Unterdessen klettert die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg weiter in die Höhe. Am Freitag betrug die Inzidenz 7,1, am Donnerstag 6,2. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 5,3. Brandenburg liegt damit weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt von 16,9.