Potsdam - In Brandenburg wird in den kommenden Tagen angesichts der Trockenheit eine steigende Waldbrandgefahr befürchtet. In vielen Landkreisen werde am Dienstag eine Gefahrenstufe 3 – mittlere Gefahr – festgelegt, teilte das Agrarministerium am Montag mit. In fast allen Landkreisen werde ab Wochenmitte die Gefahrenstufe 4 – hohe Waldbrandgefahr – gelten.

An den kommenden Tagen werden Höchsttemperaturen deutlich über 20 Grad erwartet. Trockenes Gras und Laub aus dem vergangenen Winter stellen so eine Gefahr dar.

Brandenburg: Waldböden nicht gut genug durchfeuchtet

Der Niederschlag im Winter habe nicht zu einer ausreichenden Durchfeuchtung der Waldböden geführt, teilte das Ministerium mit. Die Dürrejahre 2018 und 2019 hätten den Wäldern das Wasser bis in tiefe Bodenschichten entzogen. Auch 2020 sei ein trockenes Jahr gewesen, hieß es.

Dank der kühlen Temperaturen und der Niederschläge der vergangenen Tage seien nur einige wenige Brände zum Beginn der Waldbrandsaison registriert worden. Oftmals waren es Lagerfeuer in Waldnähe oder kleinflächige Ödlandbrände.

Im Vorjahr wurden bei 299 Waldbränden rund 118 Hektar geschädigt. 2018 rückten die Feuerwehren 512 mal und 2019 rund 430 mal zu Waldbränden aus.