Potsdam - Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) setzt bei der Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin auf einen Produktionsstart in diesem Jahr. Tesla-Chef Elon Musk habe deutlich gemacht, dass er großes Interesse habe, die geplante Zeitleiste einzuhalten, sagte Steinbach der Märkischen Allgemeinen. „Ich gehe nach wie vor davon aus, dass noch in diesem Jahr die ersten Autos vom Band rollen.“

Er habe sich aber wegen der bisherigen Erfahrungen mit dem Projekt und aufgrund der Komplexität des Verfahrens den Zwischensatz angewöhnt: „Wenn im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung nicht noch etwas Unvorhersehbares passiert und alle weiter wie bisher konzentriert an dem Verfahren arbeiten.“ Steinbach sagte, er sei aber optimistisch, dass die Zeitachse nicht gefährdet sei.

Umweltschützer haben bezüglich des Baus der Giga-Fabrik Bedenken. Gegen den Bau der Fabrik des US-Elektroautobauers sind nach der erneuten öffentlichen Auslegung der Pläne bislang 44 Einwendungen beim Brandenburger Landesamt für Umwelt eingegangen. Die Frist endet am Donnerstag.

Das US-Unternehmen will in der Fabrik nahe dem Flughafen Schönefeld künftig rund 500.000 Autos im Jahr bauen. Tesla plant dort auch eine Batteriefabrik. Bisher steht die umweltrechtliche Genehmigung für das Werk durch das Land Brandenburg aber noch aus. Gebaut wird deshalb über vorzeitige Zulassungen. Der geplante Start im Juli war auf das Jahresende verschoben worden.