Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern die Möglichkeit von stufenweisen Lockerungen angekündigt. „In diesem Sinn sind in einem weiteren Schritt vorsichtige Öffnungen in Einzelhandel, bei Museen und Gedenkstätten, bei Sport und Outdoor-Aktivitäten vorstellbar“, teilte Woidke am späten Mittwochabend in Potsdam mit. Das Kabinett werde am Donnerstag und Freitag darüber beraten. Bürger, Unternehmer, Gastronomen, Künstler brauchten eine Perspektive, sagte Woidke. „Aber es wäre falsch, jetzt alles komplett aufzumachen“. Die Hygieneregeln müssten weiter eingehalten werden.

Berliner Senat berät über Vorgehen in Corona-Pandemie

Der Brandenburger Regierungschef verwies auf den Beschluss, dass sich ab 8. März zwei Haushalte mit bis zu fünf Menschen treffen könnten. Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikstudios sollen mit Maske oder negativem Corona-Test offen sein. Je nach Corona-Infektionslage sollen weitere Schritte möglich werden. In Regionen mit bis zu 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche soll das Einkaufen mit Termin erlaubt sein, Museen sollen öffnen, bei unter 50 fallen die Öffnungen großzügiger aus. Weitere Lockerungen sind davon abhängig, dass die vorherige Stufe zwei Wochen lang nicht zu einer Verschlechterung des Wertes geführt hat – dann sind zunächst die Gastronomie im Freien sowie Kinos und Theater dran. Die Tests sollen ausgeweitet werden.

Auch der Berliner Senat berät am Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich vermehrt für einen Stufenplan ausgesprochen, der nicht nur Abhängig von der Inzidenz, sondern auch von der Stabilität der Neuinfektionen ist.