Potsdam - Fünf geschmuggelte Hundewelpen haben Beamte des Zolls auf einem Rastplatz an der Autobahn 10 bei Blankenfelde-Mahlow (Teltow Fläming) entdeckt. Die Welpen waren in einem Auto aus Belarus (Weißrussland) hinter dem Rücksitz unter Decken versteckt, wie das Hauptzollamt in Potsdam am Freitag mitteilte. Die Tiere seien in viel zu kleinen Transportbehältnissen untergebracht gewesen, ohne Wasser und Futter.

Der 43-jährige Fahrer des Autos gab den Zollbeamten gegenüber an, dass er die Hunde in Belgien zu einem Tierarzt bringen wollte, um dort DNA-Tests machen zu lassen. Zwar legte der Mann Heimtierpässe, die für die Verbringung erforderlich sind, und Veterinärbescheinigungen aus Belarus vor. Jedoch passten die Pässe nicht mit den Hunden zusammen, wie Zoll-Sprecher Jens Graf sagte.

Die Sache sei den Kollegen komisch vorgekommen. Zolldokumente zur Einfuhr in die EU habe der 43-Jährige ebenfalls nicht vorlegen können. Die Tiere sollten vermutlich in die Europäische Union geschmuggelt werden. Der Fall habe die Beamten an einen ähnlichen Fund im vergangenen Oktober erinnert. Siebe junge Hunde sollten ebenfalls zu einem Tierarzt, diesmal in den Niederlanden, transportiert werden.

Die fünf Zwergspitze wurden dem Veterinäramt des Kreises Teltow Fläming übergeben. Nach Angaben des Zollamtes würden Zwergspitze in Deutschland regulär zu Preisen zwischen 2500 und 3700 Euro verkauft. Die Versuchung sei groß, das Geschäft ohne Kosten für tierärztliche Behandlungen, Impfungen und Dokumente sowie im Falle der Einfuhr aus einem Nicht-EU-Staat ohne Zoll und Einfuhrumsatzsteuer zu machen, sagte Graf. Das Tierwohl bleibe hierbei auf der Strecke.