Brandenburger Braun gewinnt Championat der Hirschrufer

Der beste Hirschrufer Norddeutschlands kommt wieder einmal aus dem Land Brandenburg. Der 51-jährige Enrico Braun aus Alt Daber (bei Wittstock) gewann die die...

ARCHIV - Der Sieger Enrico Braun bläst in sein Instrument.
ARCHIV - Der Sieger Enrico Braun bläst in sein Instrument.Bernd Thissen/dpa/Archiv

Bollewick/Wittstock-Der beste Hirschrufer Norddeutschlands kommt wieder einmal aus dem Land Brandenburg. Der 51-jährige Enrico Braun aus Alt Daber (bei Wittstock) gewann die diesjährige Meisterschaft am Sonntag vor mehreren hundert Besuchern in der Bollewicker Feldsteinscheune (Mecklenburgische Seenplatte). Anlass war die Messe „Jagd, Wald & Wild“. Waidmann Braun gewann mit deutlichem Vorsprung vor Albrecht Wolter aus Wredenhagen bei Bollewick und Gösta Rese aus Lübz (Ludwigslust-Parchim).

Der Wettkampf, bei dem verschiebbare Rohre verwendet wurden, fand erstmals wieder statt, nach zwei Ausfällen wegen Corona in den Jahren 2020 und 2021. Braun war schon mehrfach Sieger in Bollewick, und schon Deutscher Meister im Nachahmen der Rufe von brünftigen Rothirschen.

Höhepunkt des Wettstreits war das Nachahmen von zwei Rufen sich duellierender Hirsche. Insgesamt traten diesmal nur drei Bewerber an. Zwei weitere Hirschrufer hatten kurzfristig aus Krankheitsgründen abgesagt, darunter Brauns Dauerkonkurrent Thomas Soltwedel, der 2022 Vizemeister in Deutschland war.

Ein fünfköpfige Jury, die hinter einem Vorhang saß, bewertete die Rufe jeweils mit null bis sechs Punkten. Die riesige Feldsteinscheune Bollewick gilt mit ihren Marktfesten als gefragter touristischer Anlaufpunkt im Süden der Seenplatte.