Potsdam - Brandenburgs Kommunen wollen ihre Impfangebote mit finanzieller Unterstützung ausbauen. „Wir sehen, dass die Nachfrage sehr stark ist“, sagte der geschäftsführende Vorstand des Landkreistages, Paul-Peter Humpert, der Deutschen Presse-Agentur. „Das muss hochgefahren werden.“ Die niedergelassenen Ärzte stünden im Wort für Impfungen. Wenn das Angebot aber nicht reiche, solle es durch mobile Impfteams ergänzt werden. Das könne eine Impfmöglichkeit in Krankenhäusern sein, aber auch ein Impfbus. Die Landkreise dürften allerdings nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Die Landesregierung hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass sie die Impfungen angesichts wachsender Nachfrage und zunehmender neuer Infektionsfälle dezentral hochfahren will. „Wir begrüßen sehr, dass die Kommunen ihre Aktivitäten ausbauen. Auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte impfen deutlich mehr“, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse. In der vergangenen Woche hätten die Arztpraxen 39.000 von insgesamt rund 42.000 Impfungen übernommen. Im Sommer hätten sie gezeigt, dass sie rund 100.000 Impfungen pro Woche schafften. Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte in Brandenburg am Dienstag die Marke von 400 übersprungen.

Der Städte- und Gemeindebund hatte vorgeschlagen, die Praxen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes für zusätzliche Impfungen im Land zu nutzen. „Wir sehen da schon die Ärzteschaft in der Verantwortung“, sagte Geschäftsführer Jens Graf. Die Impftermine könnten über die zentrale Hotline gebucht werden, wenn man über seinen Arzt keinen Termin bekomme.