Potsdam - Die Inzidenz bei Kindern bis 14 Jahren im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg liegt am Mittwoch bei über 2500. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) berichtete, ist die Lage in den Kliniken aktuell aber noch überschaubar, schwere Verläufe gebe es nur selten.

Der Landkreis Elbe-Elster ist der Corona-Hotspot in Brandenburg mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 661. Auch bundesweit gehört der Landkreis zu den Spitzenreitern. Das Bundesland denkt derweil über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen nach. Am Donnerstag soll über eine mögliche Ausweitung der 2G-Regel entschieden werden. In Hochinzidenzgebieten wie dem Elbe-Elster-Kreis kann es zudem zu weiteren Einschränkungen kommen. Auch in Berlin soll ab kommender Woche fast überall die 2G-Regelung gelten

„Im vergangenen Jahr waren die Kinder und Jugendlichen im Lockdown dem Virus nicht so ausgesetzt“, erklärt der ärztliche Direktor des Elbe-Elster-Klinikums, Roland Reinehr gegenüber dem RBB. Das Coronavirus scheine sich nun besonders in Schulen und Kitas zu verbreiten. Bislang habe jedoch kein Kind in einer Klinik behandelt werden müssen, so Reinehr. 

Kinder machen rund die Hälfte der Neuinfektionen im gesamten Landkreis aus, so Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Rechnerisch sind von 100.000 Kindern im Kreis 2534 mit Corona infiziert. Die andere Hälfte verteile sich auf die Altersgruppe der 19- bis 59-Jährigen  – von den Infizierten seien wiederum 70 Prozent ungeimpft.