Die Polizei in Brandenburg weitet den Einsatz von Elektroschockern im Land aus. Ab März sollen nach und nach weitere Polizeiinspektionen die Distanz-Elektroimpulsgeräte erhalten, wie das Präsidium in Potsdam am Dienstag mitteilte. 130 Taser sollen insgesamt an Polizistinnen und Polizisten ausgeteilt werden. Das Pilotprojekt zur Erprobung der Geräte läuft seit März 2021 bis Ende 2022.

Zunächst sollen Beschäftigte der Polizeiinspektion Cottbus/ Spree-Neiße und zu einem späteren Zeitpunkt der Inspektion Dahme-Spreewald die Taser erhalten. Im zweiten Quartal werden dann die Inspektionen Oberhavel, Oder-Spree/Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel sowie die Einsatzhundertschaften in Oranienburg, Potsdam und Frankfurt (Oder) ausgestattet.

Abschreckende Wirkung ohne Einsatz

In 18 Fällen wurden laut Polizei Elektroschocker eingesetzt – in zwölf Fällen hatte bereits ausgereicht, dass die Polizisten androhten, das Gerät einzusetzen. Nach Abschluss des Probelaufs soll der Einsatz ausgewertet werden, anschließend entscheidet das Innenministerium über die Anschaffung.

Nach eigenen Worten hat die Polizei mit den Tasern bislang gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Gerät wird ein Täter mehrere Sekunden lang über einen Stromimpuls handlungsunfähig gemacht. Polizisten sollen damit einen Angreifer auf Distanz halten können, ohne ihn tödlich zu verletzen. Die Taser schlössen die Lücke zwischen Schlagstock, Reizstoffsprühgerät und Schusswaffe.