Frankfurt (oder) - Im Helenesee bei Frankfurt (Oder) kann frühestens im August dieses Jahres wieder gebadet werden. Bis Ende Juli prüfe ein Gutachter, ob zumindest einzelne Strandabschnitte an dem 250 Hektar großen Gewässer möglicherweise wieder freigegeben werden können, sagte Sebastian Fritze, Präsident des Brandenburger Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) am Montag im Hauptausschuss der Stadt Frankfurt (Oder).

Die Behörde hatte das auch als „kleine Ostsee“ überregional beliebte Badegewässer am Freitag vor Pfingsten aus Sicherheitsgründen sperren lassen. Mitte März dieses Jahres war eine Böschung am Oststrand auf 27 Metern Länge abgerutscht. Da nicht auszuschließen war, dass auch andere Uferbereiche betroffen sind und somit Lebensgefahr für die dort Badenden bestehen könnte, wurden vorsorglich alle insgesamt 1350 Meter langen Strände am Helenesee geschlossen. Sie dürfen seitdem nicht mehr betreten werden. Nach und nach werden dort Zäune aufgestellt.

Bei dem bis zu 60 Meter tiefen Gewässer handelt es sich um das Restloch der früheren Braunkohlengrube „Helene“, die von 1943 bis 1958 betrieben worden war. Danach wurde der Tagebau nach Angaben des LBGR als unwirtschaftlich aufgegeben und lief bis etwa 1970 voll Grundwasser. Böschungsabrutschungen und Teilsperrungen hatte es im Laufe der Jahre immer wieder am Helenesee gegeben.

Ein Standsicherungsgutachten aus dem Jahr 2010 müsse jetzt überarbeitet und aktualisiert werden, führte LBGR-Präsident Fritze am Montag aus. Bis Ende September dieses Jahres werde der Gutachter seine Einschätzungen dazu präzisieren. Bis Ende 2021 werde auch anhand umfangreicher Untergrundüberprüfungen klar sein, was getan werden müsse, um den Helenesee abschließend zu sichern, sagt er.