Brandenburgs ehemaliger Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hat einem Medienbericht zufolge in Hohen Neuendorf an einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen teilgenommen. Das bestätigte Schröter am Sonntag dem Nordkurier. Er tue das, weil er überzeugt sei, dass die 2G-Regelungen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind, sagte Schröter der Zeitung.

„Ich weiß, dass man bürgerliche Freiheitsrechte einschränken kann, wenn von Menschen Gefahren ausgehen und sie andere Menschen in Gefahr bringen.“ Von negativ getesteten Menschen gehe seiner Ansicht nach aber keine Gefahr aus. Schröter war von 2014 bis 2019 Innenminister in Brandenburg. Auch die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichteten darüber.

Schröter: „Ich habe keinen gesehen, der dort extremistisch aufgetreten ist“

Er habe an der Demonstration teilgenommen, weil er wissen wollte, was dort für Menschen unterwegs sind, so Schröter weiter. Die Demonstration in Hohen Neuendorf sei von Menschen „aus der bürgerlichen Mitte“ entstanden. „Ich habe keinen gesehen, der dort extremistisch aufgetreten ist.“ Wäre das so gewesen, hätte er selbst nicht an der Demonstration teilgenommen, sondern wäre gegangen.

Die rot-schwarz-grüne Koalition beriet sich angesichts eines Streits über Corona-Lockerungen am vergangenen Freitag. CDU-Landeschef Michael Stübgen hatte gefordert, auf die 2G-Regel im Handel, 2G plus in Gaststätten und nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte zu verzichten. Das lehnt Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) mit Verweis auf die Corona-Lage bisher ab.

Die aktuelle Corona-Verordnung läuft am 13. Februar aus. Es gilt nach den Beratungen als denkbar, dass es zu Änderungen kommt. Am Dienstag berät das Kabinett darüber.