Berlin - In Berlin werden wegen der Corona-Pandemie die Weihnachtsferien nicht verlängert, doch Unterricht in der Schule ist auch nicht vorgesehen. Wie die Bildungsverwaltung am Freitagabend weiter mitteilte, gibt es vom 4. bis 8. Januar ausschließlich „schulisch angeleitetes Lernen zu Hause“. Das könnten analoge und digitale Formen sein. Mit der Regelung sollten die deutlich zu hohen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden, hieß es.

Alle schulischen Dienstkräfte seien für den präsenzfreien Distanzunterricht ab dem 4. Januar im Dienst, so die Verwaltung von Senatorin Sandra Scheeres (SPD). Über den konkreten Einsatz entscheide die Schulleitung.

Bildung steht an erster Stelle

In der Primarstufe gelte, dass alle Schülerinnen und Schüler in der Woche mindestens zweimal direkt von einer Lehrkraft oder von schulischem pädagogischen Personal kontaktiert und beim Lernen zu Hause individuell begleitet werden. Es gebe eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Für weiterführende und berufliche Schulen sowie Kollegs und Abendgymnasien gilt laut Mitteilung das Gleiche. Geplante Klassenarbeiten sollen verschoben werden. Für Schülerinnen und Schüler in besonderen Notlagen sollten gesonderte Räume zum Lernen zur Verfügung gestellt werden.

Die Senatorin unterstrich: „Wir fahren den Schulbetrieb vor Ort temporär runter, trotzdem steht die Bildung der Schülerinnen und Schüler weiter an erster Stelle.“ Die SPD-Politikerin bedankte sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen sowie beim Dienstpersonal an den Schulen für deren großes Engagement.

Aus Sicht des Landeselternausschusses sei es die richtige Entscheidung für die erste Schulwoche im neuen Jahr, wurde dessen Vorsitzender Norman Heise in der Mitteilung zitiert.