Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten zum 1. Juli eine kräftige Erhöhung ihrer Bezüge. Im Westen steigen die Renten mit dem Beschluss des Rentenanpassungsgesetzes im Bundestag um 5,35 Prozent, im Osten um 6,12 Prozent.

Der Rentenanstieg wäre wegen der 2021 deutlich gestiegenen Löhne eigentlich noch höher ausgefallen - dies verhindert jedoch der sogenannte Nachholfaktor. Er sorgt dafür, dass die Renten auch dann stabil bleiben, wenn es eigentlich wie 2021 rechnerisch eine Absenkung hätte geben müssen. In der Folge fallen anstehende Erhöhungen danach niedriger aus. Außerdem gibt es weitere Korrekturen bei der Rentenberechnung, die starke Schwankungen dämpfen sollen.

Beschlossen wurden am Freitag außerdem Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten. Die drei Millionen Beziehenden dieser Leistung sollen ab 2024 bis zu 7,5 Prozent mehr Geld bekommen. Für bestimmte Gruppen gibt es außerdem einen pauschalen Zuschlag.