Berlin In Berlin stehen erstmals alle drei Corona-Warnampeln auf Rot. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Montagnachmittag hervor. In den vergangenen 24 Stunden wurden in der Hauptstadt 1036 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Mit Stand Montag haben sich damit insgesamt 107.233 Menschen in der Hauptstadt seit Beginn der Pandemie infiziert, wobei 88.187 inzwischen als genesen gelten – 1425 mehr als am Vortag. 1591 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, am Montag kamen 26 weitere Todesfälle hinzu. 17.455 Menschen in Berlin sind aktuell infiziert. 

Corona in Berlin: Sieben-Tage-Inzidenz bei 190,8

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit bei 190,8 - der Warnwert von 30 ist damit um ein vielfaches überschritten. Berlin steht damit kurz vor der 200er-Inzidenz. Wird dieser Wert überschritten, drohen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Ein entsprechender Beschluss des Senats dazu wird am Dienstag erwartet. Konkret bedeutet würde das bedeuten: Berliner dürfen sich dann nicht mehr als 15 Kilometer aus der Stadt herausbewegen, wobei Berlin als eine Stadt gilt. Bei der 15-Kilometer-Regel wird nicht nach den einzelnen Bezirken unterschieden. Ausnahmen sollen für den Arbeitsweg, für Wege zum Arzt und für Notfälle gelten.

Die Intensivbetten-Auslastung liegt momentan bei 33 Prozent. Als Warnwert gelten 25 Prozent. Derzeit liegen 426 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation, davon werden 332 beatmet. Insgesamt befinden sich 1586 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus.

Auch die Ampel für die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt, steht nun auf Rot. Der sogenannte R-Wert liegt bei 1,47. Liegt er dreimal hintereinander bei über 1,2, wird die Ampel rot.