Olympiasieger Alexander Zverev hat bei den French Open das Endspiel auf dramatische Weise verpasst. Der 25 Jahre alte Weltranglistendritte aus Hamburg musste im Halbfinale am Freitag gegen den spanischen Grand-Slam-Rekordchampion Rafael Nadal beim Stand von 6:7 (8:10), 6:6 aufgeben, nachdem er extrem schmerzhaft umgeknickt war.

Zverev schrie, nachdem er umgeknickt war, laut auf und blieb auf dem Boden liegen. Der 25-Jährige wurde mit dem Rollstuhl vom Platz geschoben. „Der kommt nicht wieder“, sagte sein Bruder Mischa als TV-Experte bei Eurosport da bereits geschockt. Wenig später kam Zverev begleitet von Nadal an Krücken zurück auf den Centre Court, umarmte Nadal und gab die Partie auf.

AFP/Anne-Christine Poujoulat
Zverev musste im Rollstuhl vom Platz gefahren werden.

Zverev hatte Nadal zuvor einen Mega-Fight geboten und den Sandplatz-König von Paris immer wieder arg in Bedrängnis gebracht. Allerdings konnte die deutsche Nummer eins viele Chancen nicht nutzen. So schaffte es Nadal wieder einmal ins Finale der French Open.

Nadal: „Das ist sehr hart für ihn“

„Das ist sehr hart für ihn. Das tut mir sehr leid. Er hat unglaubliches Tennis gespielt“, sagte Nadal im Interview auf dem Platz. „Ich weiß, wie sehr er darum kämpft, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Ich bin mir sicher, dass er nicht nur eins, sondern mehrere gewinnen wird“, sagte der Spanier über Zverev. „Wieder im Finale von Paris zu sein, ist ein Traum. Aber im Moment ist es schwer, Worte zu finden, wenn ich ihn eben noch in der Kabine habe weinen sehen.“

Zverev, der auch im vergangenen Jahr das Halbfinale in Paris erreicht hatte, wartet damit weiter auf den zweiten Finaleinzug seiner Karriere bei einem Major-Turnier. Dies gelang ihm bislang einzig bei den US Open 2020, bei denen er den Titel knapp verpasste.

Rekordsieger Nadal peilt dagegen in Roland Garros seinen 14. Titel an. Er trifft im Endspiel am Sonntag (15 Uhr, Eurosport) als Favorit auf den Norweger Casper Ruud oder Marin Cilic aus Kroatien.