Berlin - Der Bezirk Lichtenberg hat die Bevölkerungswarnung wegen verunreinigten Trinkwassers in den Stadtteilen Friedrichsfelde und Neu-Hohenschönhausen mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das geht aus einer Mitteilung des Bezirksamtes am Sonnabendnachmittag hervor.

Am Freitag hatte der Bezirk ein Abkochgebot und Duschverbot für die beiden betroffenen Stadtteile verhängt, da der Verdacht bestand, dass sich Keime im Wasser befinden, die Magen- und Darmerkrankungen auslösen können. An drei Kontrollstellen sei „jeweils eine Einheit koloniebildender coliformer Keime gefunden worden“, sagte eine Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe am Freitag. Laut Trinkwasserverordnung dürften solche Keime jedoch gar nicht erst vorkommen.

Wasser weist wieder einwandfreie Qualität auf

Nach einer erneuten Beprobung der drei Rohrnetzkontrollstellen und neun weiterer Stellen im Bezirk Lichtenberg beziehungsweise in dessen Zustrom hätten die Wasserbetriebe Entwarnung gegeben, hieß es nun am Sonnabend vom Bezirksamt. Die Ergebnisse umfänglicher Proben aus dem Trinkwasserversorgungsnetz zeigten, dass das Wasser wieder einwandfreie Qualität aufweise.

Lediglich an einer Stelle im Netz sei der Befund noch positiv. Die betroffene Einrichtung, eine Kita, werde weiter beprobt. Die Wasserbetriebe nehmen dort bereits am Wochenende Spülungen vor. Die Laboruntersuchung der am 12. August gefundenen coliformen Keime habe ergeben, dass es sich um unterschiedliche Keime handelt, ein Zusammenhang könne so ausgeschlossen werden, hieß es vom Bezirksamt weiter.

Die Berliner Wasserbetriebe überprüfen die insgesamt zwölf Probenahmestellen im Bezirk Lichtenberg weiter. Auch die UV-Desinfektion in den Zwischenpumpwerken Lichtenberg und Lindenberg bleibe bestehen, so das Bezirksamt.