Bremen - Mit einem Schmiermesser hat ein Häftling in Bremen einen Justizvollzugsbeamten in den Hals gestochen und ihn schwer verletzt. Der Mann wurde am Mittwoch ins Krankenhaus gebracht und musste operiert werden, wie der Sprecher des Justizressorts sagte. Lebensgefahr bestand demnach nicht. Der 39-jährige Gefangene kam in einen besonders gesicherten Haftraum.

„Dieser Angriff hat uns alle schockiert. In erster Linie sind heute meine Gedanken bei dem verletzten Kollegen, dem ich eine möglichst schnelle Genesung wünsche“, sagte Justizsenatorin Claudia Schilling (SPD). Auch wenn derartige Attacken selten seien, mache der Fall deutlich, welchen potenziellen Gefahren Justizvollzugsbeamte trotz der guten Sicherheitskonzepte der JVA in ihrem Arbeitsalltag ausgesetzt seien.

Tatwaffe: Ein Messer, mit dem sich Häftlinge ihre Brote schmieren

Die Tatwaffe war ein Messer, mit dem Häftlinge sich zum Beispiel Butter aufs Brot schmieren können. Der Mann habe den Beamten ohne ersichtlichen Grund von hinten mit Gewalt angegriffen, sagte der Sprecher des Justizressorts.