Der Regisseur Almodóvar (links) ist einer der Unterzeichner des Briefs.
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WarschauMehrere Dutzend berühmte Kulturschaffende haben der polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in einem offenen Brief die Billigung von Homophobie vorgeworfen. Das an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) gerichtete Schreiben wurde in Zeitungen wie der polnischen „Gazeta Wyborcza“ und der französischen „Le Monde“ veröffentlicht.

Unterschrieben haben unter anderem Schriftsteller wie Paul Auster, J.M. Coetzee, Ian McEwan und Leila Slimani sowie Schauspieler wie Ed Harris und James Norton. Die Unterzeichner, darunter auch der spanische Regisseur Pedro Almodóvar sowie die kanadische Autorin Margaret Atwood, erklären sich „solidarisch mit Aktivisten und ihren Verbündeten, die festgenommen, brutal behandelt und eingeschüchtert werden“.

Der Brief bezieht sich auf eine Demonstration in Warschau gegen die Festnahme einer LGBT-Aktivistin, bei der Dutzende Aktivisten festgenommen wurden. Die Aktivistin war für zwei Monate in Untersuchungshaft gekommen, weil sie ein Auto wegen homophober Sprüche beschädigt hatte.

Die polnische Regierung müsse ihr Vorgehen gegen sexuelle Minderheiten beenden und dürfe nicht länger Gruppen unterstützen, die Homophobie verbreiteten, so die Unterzeichner. Außerdem müssten die Verantwortlichen für die „unrechtmäßigen und gewaltsamen Festnahmen“ zur Rechenschaft gezogen werden.